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Daniel Jähne ,,Die Wiege der Songs -

Die Gefühlswelt eines Songwriters und seiner Songs

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Gedanken aus dem Prolog

 

Ob Gemälde, Fotos, Gedichte, Tanz oder Musik, diese Kunstwerke befördern uns immer wieder in einen Zustand voller Emotionen. Der Grund dafür ist, dass man einen Bezug zum Kunstwerk herstellt. Man fühlt sich entweder verstanden, bestätigt oder evtl. angegriffen, bedrängt oder angestoßen. Man fragt sich vielleicht, ob dies die Empfindungen des Autors, bzw. des Künstlers sind, oder ob er diese Emotionen im Rezipienten hervorrufen wollte. Manchmal würde man dem Künstler gern bei seiner Arbeit zusehen, um zu verstehen, wie er ein Kunstwerk ins Leben ruft, welche Gedanken ihn auf bestimmte Handlungen bringen, welche Themen er mit seiner Arbeit diskutiert, anspricht.

 

Ich möchte im Rahmen einer besonderen Lernleistung den Rezipienten in die Gedanken und Themen, die meine Band und mich beschäftigen, eintauchen lassen. Die Worte darin kommen tief aus meinem Innersten und beschreiben teils, wie ich bin und wer ich bin.

Wörter, die sich entweder mit Kraft oder schwermütig den Weg aufs Blatt Papier bzw. auf eine CD bahnen. Schachtelsätze, die viel Sinn in sich tragen, aber nur schwer oder fast gar nicht zu verstehen sind. Gedanken, die mehr oder weniger Trauer enthalten.

Aber, warum Trauer? Trauer ist das, was uns Menschen auf den Boden der Realität zurückbringt, wenn wir vor Übermut abheben. Dieser Zustand lässt uns erkennen, welche Art von ,,Mensch’’ wir sind. Der Gleichheitsgedanke, alle Menschen hätten dasselbe Recht am Leben, ist nicht realisierbar, da der Egoismus im Menschen schon immer die Überhand gewann. Der Mensch ist nicht stark genug, seiner menschlichen Schwäche zu widerstehen. Krieg, Mord, Terror, Rassismus, Hass, Korruption, Bestechung, Gier etc. sind Ausdruck dafür, dass das eigene Leben wichtiger ist, als das Leben Millionen anderer Menschen. Vor dieser uns immer wieder einholenden, erstickenden Realität, habe ich als Musiker und Künstler die Aufgabe, meine Augen nicht zu verschließen und die anderer zu öffnen.[... ]

 

Das Ziel meiner besonderen Lernleistung ist es, den Rezipienten dazu anzuregen, tiefer in die Gedankenwelt des Autoren, eines Gedichtes, eines Songs oder sogar eines Bildes einzutauchen und somit die Meinungen zu Themen zu erforschen, die uns mehr oder weniger alle betreffen, dazu aufzurufen, diese Kunstwerke im Allgemeinen nicht oberflächlich zu betrachten. Denn die Texte dieser Kunstwerke oder wenn wir von einem Bild sprechen, die Überlegungen dieser Kunstwerke, sind meist ein Ebenbild unserer heutigen Realität und ihrer Tücken. Neben der extremen Wichtigkeit der Texte möchte ich die Musik meiner Songs nicht außer Acht lassen, da diese die Emotionalität noch unterstreicht. Sie gibt mir Mut und Stärke, all diese Gedanken niederzuschreiben. Mein Ziel, den perfekten Song zu schreiben, welcher all diesem Wirrwarr Ordnung und Struktur verleiht, all diese Gedanken zusammenfasst und auf den Punkt bringt, ist natürlich fast unmöglich und scheint eine unendliche Geschichte zu sein. Doch wir entwickeln uns als Personen und als Musiker immer weiter und somit entwickelt sich auch unsere Musik...

 

Hier ist ein Titel aus dem Album zum Lesen und zum Hören (zum Hören bitte hier klicken):

 

Something – Englisch

 

Give him his own,

something from inside.

Give everything back,

back to origin.

Softly heal his wounds,

do feel like them.

Then you’ve forever,

conquered your enemy!

 

Losing the pressure,

losing the pressure.

You begin to find something in your head.

You begin to find something in your head.

 

Pick something outta your head.

There is some real discontent.

Find something to begin anew.

We’ve died of cancer, and the cancer was you.

 

Take all on you,

and avenge for bleeding.

Reach for an aim,

that can make you stronger.

Try to find something,

for you it’s important.

But what ever you choose,

never lose your sympathy!

 

Losing the pressure,

losing the pressure.

You begin to find something in your head.

You begin to find something in your head.

 

Take everything outta your head.

There will be some real discontent.

Find something to begin anew.

We’ve died of cancer, and the cancer was you.

 

Give him his own,

that has been stolen.

Then you’ve forever,

paid your debt!

Something - Deutsch

 

Gib ihm sein Eigen,

etwas von drin.

Gib alles zurück,

zurück zum Ursprung.

Heile sanft seine Wunden,

fühle wie er.

Dann hast du für immer,

deinen Feind besiegt!

 

Verliere den Druck,

verliere den Druck.

Du beginnst etwas in deinem Kopf zu finden.

Du beginnst etwas in deinem Kopf zu finden.

 

Hacke etwas aus deinem Kopf.

Es gibt eine echte Unzufriedenheit.

Finde etwas um neu zu beginnen.

Wir starben an Krebs, und der Krebs seid ihr.

 

Nimm alles an dich,

und reche deine Blutung.

Greife nach einem Ziel,

welches dich stärker macht.

Versuche etwas zu finden,

dass für dich wichtig ist.

Aber was auch immer du wählst,

verliere nie dein Mitgefühl!

 

Verliere den Druck,

verliere den Druck.

Du beginnst etwas in deinem Kopf zu entdecken.

Du beginnst etwas in deinem Kopf zu entdecken.

 

Nimm alles aus deinem Kopf.

Es wird eine echte Unzufriedenheit geben.

Finde etwas um neu zu beginnen.

Wir starben an Krebs, und der Krebs seid ihr.

 

Gib ihm sein Eigen,

etwas das gestohlen wurde.

Dann hast du für immer,

deine Schuld beglichen!

 

Auszug aus der Interpretation:

 

...Das lyrische Ich leiht sich die Stimme der Revolution und fordert Wiedergutmachung und Reue von denjenigen, die den Rechtschaffenen ausgebeutet haben. Der Hörer bzw. Leser wird auch in diesem Song, direkt angesprochen. Der Song ist mehr oder weniger ein Apell an die Obrigkeit, zu zeigen, dass Unzufriedenheit herrscht. ,,Ein Vorbote der Revolution“. Der Titel ,,Something“ also ,,Etwas’’, soll deutlich machen, dass dieser Song noch längst nicht alles dazu ist.

Das sprachliche Bild, welches im ersten Vers entsteht, muss man sich so vorstellen, als würden Räuber etwas in einer Schachtel oder einem Raum etc. verstecken. Sie werden aufgefordert, das Gestohlene dem Ursprung zurückzugeben, außerdem alle zugefügten Wunden zu verschließen. Nur durch eine komplette Regeneration können die eigentlichen Feinde Egoismus, Habsucht, Maßlosigkeit…, besiegt werden.

Sich selbst zu erkennen, den wahren Sinn des Lebens zu entdecken und von allen zusätzlichen materiellen Dingen loszulassen, machte sich schon der Buddhismus zur Aufgabe. Hier wird dieses Sinnbild, in Form einer Bridge, als möglicher Weg zur Ehrlichkeit vorgeschlagen.

Im Chorus spielt das lyrische Ich ein wenig mit seiner Wut. Es werden Hyperbeln, also Übertreibungen, verwendet: Das beste Beispiel für die Übertreibungen ist die Wortgruppe „aus dem Kopf hacken“. Dadurch wird ebenfalls erkennbar, dass es das lyrische Ich wirklich ernst meint. Der zweite Vers enthält wieder ein paar Ratschläge, um ein besserer Mensch zu werden. Doch der Zeilenausschnitt, ,,nimm alles an dich“, lässt den guten Kern des Betrachters schon ein wenig an der guten Absicht des lyrischen Ichs zweifeln. Denn je mehr man auch versucht, um sein Recht zu kämpfen, desto mehr kämpft man auch mit den selben Waffen, steigt in die selben Fußstapfen und wird zu einem weiteren Unrechtschaffenen. Auf Rache also zu verzichten, versucht der Song in seinem Kerngedanken zu vermitteln. Doch alles Gestohlene zurückzufordern, ist ja nur das gute Recht des Bestohlenen. Jedoch darauf zu verzichten würde wahre Stärke beweisen!...

 

Unter diesem Link sind weitere Aufnahmen der Band, weitere Titel aus der BeLL zu hören:

 

www.myspace.com/opinion2004

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