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Gottesdienst des Grundkurses 12

Am 31. Oktober hatten sieben Schülerinnen und ein Schüler des Grundkurses 12 im Fach Evangelische Religion einen sehr abwechslungsreichen Gottesdienst in der Michaeliskirche in Adorf gestaltet. Es sollte zum Ausdruck gebracht werden, wie ihr Traum von Kirche aussieht bzw. wie Kirche sein muss, um zukunftsfähig zu bleiben.

Ein Anspiel entführte uns passend zum Reformationstag ins späte Mittelalter – die Fragen sowie die Form der Dialogpredigt zwischen Jared Oettel und Pfarrer Wagner waren jedoch sehr aktuell. Ein Wechsel aus traditionellen Elementen, wie beispielsweise dem Posaunenchor „Garagenblech“, und modernen Anstrichen, wie englischen Texten, war der achtköpfigen Gruppe sehr wichtig, da es ihnen besonders auf dem Herzen lag, alle Generationen anzusprechen und zu berühren. Ein weiteres Highlight war der nachgestellte Thesenanschlag, bei welchem alle, die das wollten, mit Hammer und Nagel ihren persönlichen Wunsch nach Veränderung an einer alten Holztür befestigen konnten. Hinterher wurde Gemeinschaft gelebt, indem es ein gemeinsames Mittagessen gab.

Am 16. November lag die Planung und Ausgestaltung des Gottesdienstes in der Markneukirchner Nicolaikirche, inklusive Predigt, in der Hand eines Schülers und vier Schülerinnen desselben Grundkurses. Das zentrale Thema für die fünf Jugendlichen war Gemeinschaft: eine Einheit sein und diese Einheit leben. Wie ein Puzzle, welches aus vielen einzelnen Teilen besteht, aber erst, wenn alle Teile ihren richtigen Platz gefunden haben (oder überhaupt erst einmal vorhanden sind), kann man ein gelungenes Ergebnis betrachten, so Selina Chervenkov in ihrer ersten Predigt. Der Gottesdienst war eine Einladung, aktiv teilzunehmen und nicht nur passiv in der Kirchenbank zu bleiben: gemeinsamer Lobpreis, Gebetsstationen, Anliegen austauschen, Zeugnis geben und gemeinsam bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen – vereint mit weiteren Markneukirchner Gemeinden.
Das Feedback nach beiden Gottesdiensten war eindeutig: Wie schön wäre es, wenn Kirche öfter so wäre – bunt, modern, einladend und gemeinschaftlich. Ein großes Dankeschön gilt Pfarrer Heyer und Pfarrer Wagner, die ohne zu Zögern den Schülern und Schülerinnen ihr Vertrauen geschenkt haben und ihnen bei den Vorbereitungen immer zur Seite standen.

Wenige Wochen später wurden im Kurs kreative Produkte abgegeben, die diesen Wunsch nach einer zukunftsfähigen Kirche ausdrückten. Hier sehen Sie einige Beispiele.

E. Schmidt