

Auch dieses Jahr durften wieder einige Schüler unserer Schule, begleitet von Herr Walther,
Frau Busch und Frau Wurlitzer, zum Musizieren nach Graz fahren. Gemeinsam
verbrachten wir dort, eine erlebnis- und vor allem lehrreiche Woche in der Steiermark.
Bereits am Tag unserer Ankunft durften wir im Johann-Joseph-Fux-Konservatorium einen
spannenden Vortrag über historische Tasteninstrumente besuchen. Besonders
interessant war, dass wir die Instrumente im Anschluss sogar selbst ausprobieren
konnten – eine Gelegenheit, die sich natürlich niemand entgehen ließ. Einige von uns
blieben danach noch etwas länger im Konservatorium und hatten die Möglichkeit, einem
Kammerorchester, das sich historischer Aufführungspraxis widmet, bei einer Probe zuzuhören.

Am Dienstag, unserem ersten vollen Tag in Graz, wurden wir von Dario Luisi in die Welt
der Alten Musik eingeführt. Dabei stellte er uns vier historische Streichinstrumente vor –
darunter ein Cello, eine Viola d’amore und zwei Geigen. Das Beste daran: Wir durften sie
sogar selbst ausprobieren, was uns natürlich besonders viel Spaß machte. Im Anschluss
hatten wir Zeit, an unseren eigenen Instrumenten zu üben. Einige von uns hatten in dieser
Zeit auch schon ihre praktische Unterrichtsstunde zu ihrem Instrument. Am Nachmittag
probierten wir uns dann als Chor an dem französischen Lied „Cerf-volant“. Dabei merkten
wir schnell, dass mehrstimmiges Singen gar nicht so einfach ist. Trotzdem hatten wir
richtig viel Freude daran und haben unser Bestes gegeben. Direkt danach durften wir noch
bei einer Gospel-Chorprobe dabei sein. Die Lieder waren total mitreißend und gingen uns
auch noch Tage später nicht aus dem Kopf. Zur Feier des Tages gab es am Abend Pizza
und Nudeln für alle – ein perfekter Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.


Der nächste Tag begann für uns schon ziemlich früh, da wir für einen Jazzworkshop
rechtzeitig an unserer Partnerschule, dem Musikgymnasium Graz, sein mussten. Dort
lernten wir, in verschiedenen Tonarten zu improvisieren und bekamen viele spannende
Einblicke in diese Musikrichtung. Auch danach hatten wir wieder Zeit zum Üben oder für
unseren Instrumentalunterricht. Einige von uns nahmen am frühen Nachmittag sogar
noch an einer Jazzensembleprobe teil. Am Abend machten wir uns dann alle für einen
Besuch in der „Altsteirischen Schmankerlnstuben“ mit Herrn Lanner fertig. Dazu haben
wir uns alle richtig schick gemacht da wir anschließend in die Grazer Oper gegangen
sind. Dort sahen wir das Stück „Arizona Lady“. Alle waren begeistert – vor allem von den
Tänzern, den bunten Kostümen und auch vom Ersatzdarsteller der Hauptrolle, der
wirklich überraschend gut in diese Rolle passte.

Nun war die Woche auch schon wieder fast vorüber. Am Donnerstag Vormittag lernten wir
im Konservatorium verschiedene steirische Volkstänze, das war sehr lustig und jeder
hatte große Freude. Im Anschluss ging es auch schon wieder ans Üben für unser kleines
Werkstattkonzert, mit einem kleinen Einschub einer weiteren Chorprobe. Die zeit verging
schnell und jeder war ein bisschen aufgeregt. Doch zum Schluss war es ein bezauberndes
kleines Konzert und sogar die Kunstaustauschschüler unsere Schule kamen als
Aufmerksames Publikum vorbei. Nun lag eine Mischung aus Freude und Traurikeit in der
Luft, da die Woche so schön und nun schon wieder vorbei war. Den angebrochenen
Abend verbrachten wir dann mit Tischspielen im Hotel, gingen jedoch schon relativ früh
zu Bett, da ja Freitag die Abreise bevorstand. Und so kamen wir Freitag Nachmittag gegen
drei Uhr, müde und glücklich wieder in unserer Heimat an.





Text: Soraya Wichlacz
Fotos: Luise Wurlitzer https://apps.scrappbook.de/r131UCP3We
